Unsere Vorbereitung begann etwa ein Jahr vor dem geplanten Reisebeginn mit dem Aufstellen einer Checkliste, die beständig verändert, erweitert und abgearbeitet wurde.
Die wesentlichsten Punkte:
Zur Gesundheitsvorsorge gehören vor allem die reisemedizinische Beratung und die empfohlenen Impfungen. Beim Abschluss einer Auslands-Langzeitkrankenversicherung stehen mögliche Laufzeit, Deckungssumme und Leistungen im Krankheitsfall im Fokus.
Zu prüfen ist, ob die Haftpflichtversicherungen (Privat- und Tierhalterhaftpflicht) auch weltweite Gültigkeit für den Zeitraum der Reise haben. Um die Kfz-Versicherung für Nordamerika hat sich die Firma Seabridge gekümmert, die in unserem Fall auch die Verschiffung des Fahrzeugs übernahm.
Für die Fahrzeugeinfuhr nach Nordamerika gibt es bis zu einer Aufenthaltsdauer von einem Jahr keinerlei Auflagen und auch die Einreise in die südamerikanischen Reiseländer ist problemlos, da die Visa an den Grenzen ausgestellt werden. Für die USA haben wir im Vorfeld ein B2-Visum beantragt, um länger als die sonst möglichen 90 Tage im Land zu bleiben.
Wir haben zahlreiche Reiserzählungen über Langzeittouren mit dem Wohnmobil gelesen, insbesondere jene über die Panamericana. Auch Internet-Foren und Blogs von Reisenden waren informativ, ebenso Vorträge von ehemaligen Langzeitreisenden über ‚Land, Leute und kulturelle Besonderheiten’. Ein mehrmonatiger Sprachkurs ‚Englisch’ stand für uns auch auf dem Programm.
Ein Crashkurs in der Fahrzeugwartung wurde absolviert und alle Materialien für die ersten zwei Wartungen sind an Bord, ebenso ein metrischer Schlüsselsatz, einige Spezialschraubendreher (z.B. Torx) und wichtige Ersatzteile, wie Sicherungen/ Lampen, Filter (Oel-, Luft-, Dieselfilter), Keilriemen und Ersatzscharniere. Ebenfalls dabei ist die Spezialausrüstung für Nordamerika: Trafo, Gasflaschenadapter und Reisestecker.
Unsere Fotoausrüstung besteht aus einer digitalen Spiegelreflexkamera mit Weitwinkel und Teleobjektiv, einer Kompaktkamera und einem digitalen Camcorder. Natürlich haben wir ein Notebook dabei, mit dem wir bei WiFi-Möglichkeit ins Internet gehen können. Um auch ohne externen Stromanschluss diese Geräte betreiben/ laden zu können, wurde ein 12 -> 230 Volt-Inverter eingebaut. Für die Navigation haben wir uns ein Nüvi 270 mit USA/ Kanada Kartenmaterial und einer Weltkarte sowie ein Garmin-GPS-Gerät für den Outdoor-Einsatz zugelegt.
Der für uns aufwendigste und am meisten unterschätzte Teil der Vorbereitung war die Räumung unseres Hauses. Was kann und muss weggeschmissen, aufbewahrt oder mitgenommen werden? Wo lagert man die Möbel am besten ein? Was müssen wir für die erfolgreiche Vermietung des Hauses eventuell renovieren? Ende März 2009 kam dann der Abschied von unserem Haus, nun zogen wir für die Wochen bis zur Verschiffung in unser neues Heim, dem Hobby-Reisemobil.
