Fockbek, Mai 2010 – Die Besitzer älterer Reisemobile dürfen sich freuen, denn die Bundesregierung fördert ab sofort auch bei Wohnmobilen den nachträglichen Einbau eines Dieselpartikelfilters. Die Regelung gilt für Fahrzeuge bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen, die vor dem 1. Januar 2007 erstmals zugelassen worden sind. Die staatliche Finanzspritze beläuft sich pro Fahrzeug auf 330 Euro. Bei einer Gesamtfördersumme von schätzungsweise 70 Millionen Euro können mit diesem Geld also rund 200.000 Einbauten bezuschusst werden.
Die neue Förderrichtlinie tritt Mitte Mai 2010 in Kraft. Förderanträge können aber erst ab dem 1. Juni 2010 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden, und zwar ausschließlich online. Das Antragsformular steht dann unter www.bafa.de zum Download bereit. Die Förderung wird übrigens auch rückwirkend für Nachrüstungen gewährt, die seit dem 01.01.2010 durchgeführt wurden.
Dieselpartikelfilter zum Nachrüsten gibt es inzwischen für nahezu alle Basisfahrzeuge. Die Preise für derartige Nachrüstsätze inklusive Einbau liegen – abhängig vom jeweiligen Fahrzeug und dem Filtersystem – zwischen 1000 und 4000 Euro. Eine Investition, die nicht nur unter Umweltaspekten und in Anbetracht der langen Nutzungsdauer von Reisemobilen Sinn macht, sondern auch die Mobilität nachhaltig erhöht. Schließlich dürfen mit modernen Dieselpartikelfiltern ausgestattete ältere Reisemobile wieder Umweltzonen von Städten befahren und citynahe Stellplätze benutzen, was ihnen ohne Nachrüstung verwehrt wurde. Mit anderen Worten: Wer vorher nur eine rote oder gelbe Plakette hatte, bekommt mit Dieselpartikelfilter eine grüne Umweltplakette.
Eine Liste mit Nachrüstmöglichkeiten für ältere Reisemobile stellt der Caravaning Industrie Verband (CIVD) unter www.caravaning-info.de als Download zu Verfügung. In allen Detailfragen zum Thema Filternachrüstung hilft Ihnen natürlich Ihr Hobby-Händler vor Ort.