Im Herzen Spaniens

Extremadur

Spain

Die Extremadura ist ein lohnendes Reiseziel für Naturliebhaber, historisch Interessierte und ulturfans. Trotzdem ist die zentralspanische Provinz vom Tourismus noch weitgehend unberührt. Campingplätze gibt es nur wenige, aber doch genügend, um die reizvolle Region zu erkunden.

Impressionen

Von Steineichen beschirmtes sanft hügeliges Weideland prägt das Zentrum der Extremadura. Im heißen Sommer mag die auf halber Strecke zwischen Madrid und Lissabon gelegene Landschaft steppenartig erscheinen, im Frühjahr jedoch versinken die Hufe von Rindern und Schafen in sattgrünem Gras. Störche staksen auf der Suche nach Fröschen am Rande künstlich geschaffener Viehtränken. Weißer Wasserhahnenfuß wuchert in Tümpeln und Bächen. Schwarze Schweine suchen nach Eicheln, die dem Fleisch dieser vergleichsweise kleinen und schlanken Tiere einen unvergleichlichen Geschmack verleihen. Für edlen „Jamón iberico“ ist die Region berühmt. Die Schinkenproduktion ist der ganze Stolz der Extremadura, denn wirtschaftlich hat sie sonst nicht viel zu bieten. Die Provinz zählt zu den ärmsten Regionen Westeuropas. Die meisten der 1,1 Millionen Einwohner arbeiten in der Landwirtschaft. Viele sind arbeitslos. Es gibt keine Industrie und bisher wenig Tourismus, obwohl mit Hilfe von EUFördergeldern bereits eine gewisse Infrastruktur geschaffen wurde.

Fast jede Gemeinde hat ausgewiesene Wanderwege. Schautafeln erklären vielerorts Besonderheiten von Flora, Fauna, Geografie, Gebräuchen und Geschichte. Tatsächlich ist die einzigartige Parklandschaft, geschaffen durch die traditionelle Weidewirtschaft, von archaischer Schönheit. Viele der meist von einer Festung bewachten Städtchen zeugen von einer langen und wechselhaften Geschichte. Hier regierten Römer, Westgoten und Mauren. Über Jahrhunderte lebten Moslems, Juden und Christen friedlich nebeneinander, bis im 15. Jahrhundert die katholischen Könige auch die südlichen Teile der iberischen Halbinsel zurückeroberten und Andersgläubige verfolgten. Mit Fanatismus, Intoleranz und Inquisition begann der Niedergang des bis dahin blühenden Landes. So ist eine Reise in die Extremadura auch ein historisches Lehrstück.

Große Geschichte und wunderschöne Natur

Mérida, die im Zentrum der Provinz gelegene Hauptstadt der Extremadura, zeigt die einstige Pracht sehr eindrucksvoll. Der Ort wurde vom römischen Kaiser Augustus als Altersruhesitz für verdiente Armee-Veteranen errichtet. Er gilt als das „spanische Rom“ und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Tempel, Theater, Amphitheater und Wagenrennbahn – lange waren die gewaltigen Zeugnisse längst vergangenen Luxus verschüttet, begraben und vergessen, die Stadt zum ärmlichen und unbedeutenden Provinznest verkommen. Erst vor gut hundert Jahren begannen die Ausgrabungen. Alle Sehenswürdigkeiten lassen sich fußläufig erkunden. Bester Startpunkt ist die 2000 Jahre alte Puente Romana über den Fluss Guadiana – ein architektonisches Wunderwerk.

Die Spannbreite der Unternehmen umfasst Obstbrenner, Bierbrauer und Biohöfe. Sie reicht von Landcafés bis zu Spitzenrestaurants und schließt weitere Sparten ein – darunter Mode und Kosmetik sowie Möbel und Kunst. Kaffeeröster, ein Olivenbauer aus Italien oder ein Tabakhaus sind Beispiele, die zeigen, dass die Rohstoffe nicht unbedingt aus der Region stammen müssen. Ausschlaggebend ist vielmehr die besondere Leidenschaft, welche die Anbieter bei den oft aufwändigen Verarbeitungsschritten beziehungsweise der Veredlung ihrer Produkte an den Tag legen. Ein sehr wichtiger Punkt ist auch: Sie bewerben sich nicht selbst um die Aufnahme in den Kreis der „Genuss-Partner“, sondern diese setzt eine Empfehlung von unabhängigen Beobachtern voraus.

Links und Rechts: In Mérida haben die Römer ihre Spuren hinterlassen. Mitte: Montánchez

Reisen, rasten und genießen

Die Altstadt von Cáceres gehört ebenfalls zum UNESCO Welterbe. Das Ensemble von Adelspalästen und trutzigen Wehrkirchen innerhalb arabischer Wehrmauern ist seit dem Mittelalter fast unverändert erhalten. Im Keller des kostenlos zugänglichen Museo de Cáceres ist vor allem die große arabische Zisterne sehenswert. Das Gewölbe, das sich über das Wasserbecken spannt, ruht auf römischen und westgotischen Säulen, die Bögen haben maurische Hufeisenform und erinnern an eine Moschee. In der Krypta der barocken Jesuitenkirche Iglesia de San Francisco Javier gibt es auch eine Ausstellung zu den in Cáceres sehr intensiv zelebrierten Prozessionen: In der Karwoche tragen Bruderschaften Heiligenfiguren durch die Stadt – wie vielerorts in der Extremadura.

Die Plaza Major, der größte Platz, den jede Stadt aufweist, liegt in Cáceres vor den Mauern der Altstadt und wirkt trotz der umgebenden Arkaden, Restaurants und Cafés seiner Ausmaße wegen etwas karg. Sehr viel gemütlicher sitzt man ein paar hundert Meter weiter in der ebenfalls jahrhundertealten „Neustadt“ an der kleineren Plaza San Juan. Hier kann man sich durch „Tapas“ probieren. Freunde von Fluxuskunst sind 14 Kilometer weiter westlich im Museo Vostell in Malpartida de Cáceres richtig. Das Museum ist in den Räumen einer ehemaligen Wollwäscherei untergebracht. Die Landschaft „Los Barruecos“, die das Museum umgibt, zeichnet sich durch hohe Granittürme und eine geradezu unglaubliche Menge an Storchennestern aus.

Störche nisten auch auf den Dächern und Türmen von Trujillo, einem auf einem Berg gelegenen weithin sichtbaren Städtchen. Vom Getriebe auf der Plaza Major lassen sie sich nicht stören.  Dieser wohl schönste Platz der Extremadura liegt zu Füßen der durch eine Mauer geschützten mittelalterlichen Anlage, über der sich eine arabische Festung erhebt. Dem berühmtesten Sohn der Stadt ist ein Museum gewidmet. Francisco Pizarro, der Eroberer Perus, brachte Inkagold und damit Reichtum in den Ort. Die Paläste des legendären Abenteurers sowie die seiner Begleiter schmücken mit Balkonen und opulenten Verzierungen die Unterstadt.

Montánchez ist nicht mehr als ein Dorf und doch buchstäblich ein Highlight der Extremadura. Wie ein Adlerhorst thront die nachts illuminierte Festungsruine auf einem aus der Ebene zwischen Mérida, Cáceres und Trujillo ragenden Bergmassivs. Das darunter liegende Örtchen schmückt sich zu Recht mit dem Beinamen „Balkon der Extremadura“. Die Aussicht in alle vier Himmelsrichtungen ist atemberaubend. Von Montánchez aus führen markierte Wanderwege durch Gärten, Felder, Olivenhaine und Kastanienwälder.  In der Sierra Montánchez ist eine uralte Steineiche zu finden, deren Alter auf 800 Jahre geschätzt wird. Der weit ausladende Baumriese steht zwei Kilometer nördlich von Zarza de Montánchez inmitten der Weidelandschaft und ist sowohl durch eine kleine Wanderung als auch mit dem Auto vom Dorf aus zu erreichen (ausgeschildert: Encina la terrona).

Guadalupe ist ein kleines Nest inmitten der schönen Berglandschaft der Sierra Villuercas im Osten der Extremadura. Das königliche Kloster ist Ziel zahlreicher Pilger. Die berühmte „Virgen Morena“, die braune Jungfrau, thront in der Klosterkirche in einem Mauerdurchbruch über dem Altar. Sie steht auf einem Drehteller und wird von einem Mönch von Zeit zu Zeit umgedreht, so dass ihr auch vom benachbarten Kloster aus direkt ins Gesicht geschaut werden kann. Das Dorf Guadalupe beeindruckt mit pittoresken Holzbalkonen. Im Bergland sind Wanderwege ausgewiesen.

Hervorragend wandern kann man auch im Nationalpark Monfragüe nördlich von Trujillo. Die Römer nannten diese Gegend Monsfragorum, unwegsames Gebirge. Zwei Felsformationen ziehen sich natürlichen Mauern gleich durch die Landschaft. Der Fluss Tajo hat die Barriere am „Salto de Gitanes“ spektakulär durchbrochen. Hoch über der Schlucht liegt eine Festungsruine, die unvergleichlichen Ausblick bietet. Darüber segeln Scharen von Gänsegeiern majestätisch durch die Lüfte. Wanderkarten- und Informationsmaterial, sogar in deutscher Sprache, gibt es in der Touristeninformation im Zentrum des Parks.

Plasencia und La Vera: Nördlich von Monfragüe erheben sich mehrere Gebirgszüge, deren Gipfel auch im Frühjahr noch schneebedeckt sind. Zu Füßen der ersten Erhebung liegt die Stadt Plasencia. Außer ihrer im Inneren reich vergoldeten Kathedrale und der schönen, von besonders vielen Tapas-Bars gesäumten Plaza Major hat der Ort wenig zu bieten. Es lohnt aber, ein Stück weiter bergauf in die Region La Vera zu fahren. Hier an den Berghängen ist die Landschaft eine gänzlich andere als in der Ebene. Anstatt extensiver Viehwirtschaft wird hier bis in beachtliche Höhen intensiver Landbau betrieben. Es wird vor allem Paprika angebaut. Kirsch-, Feigen- und Ölbaumplantagen überziehen terrassierte Hänge, zahlreiche Gebirgsbäche stürzen rauschend zu Tal. Von Höhenwegen zwischen Kastanien, Eichen, Ginster und Heidekraut genießt man wunderbare Weitsicht. Die liebliche Landschaft wusste schon Kaiser Karl V. zu schätzen. In der Burg von Jarandilla verbrachte der greise Monarch die Zeit bis zur Fertigstellung seines Alterssitzes im nahe gelegenen Kloster Yuste, wo er 1558 starb. Heute ist das letzte Domizil des Herrschers beliebtes Ausflugsziel. In La Vera machen viele spanische Familien Ferien.

Text und Fotos: Martina Berliner

Die Extremadura – das etwas andere Campingziel

Es müssen nicht immer die bekannten Badestrände der Costa Brava oder Costa Blanca sein. Spanien ist auch abseits der Küsten sehr reizvoll. Wir waren im Frühling mit dem Caravan-Gespann in der Extremadura unterwegs und waren von der grünen Berglandschaft und den freundlichen Menschen begeistert.

Klima

Beste Reisezeit ist April/Mai. Im Frühjahr sind die Tagestemperaturen angenehm. Die Natur zeigt sich nach den Winterregen in frischem Grün. Wiesen und Wegränder stehen in voller Blüte. Störche brüten auf Dächern und Masten. Im Juni fliegen sie Richtung Afrika. Für Vogelkundler ist auch der Winter interessant. Viele Kraniche machen hier von Dezember bis Februar auf ihrem Zug Zwischenstation. Die Sommermonate sind sehr heiß mit Temperaturen bis 40 Grad und mehr. Das Gras verdorrt, Tümpel und Teiche trocknen aus. Neues Grün sprießt erst wieder mit den ersten Regenfällen im September- Oktober. Im Juli/August wirkt die Region wie ausgestorben. Wer kann, reist in die kühleren Bergregionen im Norden.

Verkehr

Wegen der geringen Bevölkerungsdichte herrscht wenig Verkehr. Wohl deshalb sind die Einheimischen überwiegend entspannte und zurückhaltende Autofahrer. Kostenpflichtige Autopistas (Kürzel AP) gibt es in der Extremadura nicht. Autobahnen (A), Nationalstraßen (N) und Regionalstraßen (Ex) sind sehr gut ausgebaut und selbst viele der kleineren Straßen (CC) sind mit Gespann bestens zu befahren. Auch die streckenweise kurvige Regionalstraße, die in Nord-Süd-Richtung durch den Nationalpark Monfragüe führt, ist für erfahrene Reisemobil-Fahrer und Gespann- Lenker leicht zu bewältigen. Dörfer sollte man mit Caravan oder Reisemobil wegen ihres unübersichtlichen Gewirrs enger oder steiler Gassen meiden. Selbst mit dem Pkw bilden diese Labyrinthe zuweilen eine Herausforderung für Ortsunkundige.

Camping

Wildes Campen ist in Spanien verboten, Übernachtung außerhalb von Campingplätzen ist erlaubt und wird auch bereitwillig geduldet. Die Sanitäranlagen der Campingplätze haben zumeist einfachen Standard, waren aber zum Recherchezeitpunkt (Frühling) sehr sauber. Die Plätze bieten fast ausnahmslos kostenloses WLAN im Bereich der Rezeption, öffentlich zugängliche Schwimmbäder (die im April aber noch geschlossen waren), Bar und Restaurant. Einige Campingplätze betreiben einen kleinen Laden zur Grundversorgung. Reservierung ist nicht nötig. Eine Ausnahme bildet einzig die „Semana Santa“. Wer am Gründonnerstag oder Karfreitag anreisen möchte, sollte sich besser anmelden. Eine Parzelle für Caravan, Pkw und zwei Erwachsene kostet rund 25 Euro pro Nacht.

Einkaufen

Große Supermärkte findet man allenfalls in den Randbereichen der größeren Städte. In Kleinstädten und Dörfern haben die Läden nur ein kleines Angebot, sind zuweilen schwer zu finden und gerade mit Wohnmobil auch nicht gut zu erreichen. Es empfiehlt sich deshalb, mit einigen Vorräten anzureisen, um die erste Zeit der Orientierung zu überbrücken.

Bevölkerung und Sprache

Den Bewohnern der Extremadura geht es zwar wirtschaftlich nicht besonders gut, dennoch wirken sie zufrieden. Unter der ländlichen Bevölkerung besteht enger sozialer Zusammenhalt. Besuchern aus wohlhabenderen Ländern wird freundlich und hilfsbereit, meist sogar ausgesprochen herzlich begegnet. Jeder noch so unbeholfene Versuch, ein paar Brocken Spanisch anzuwenden, wird begrüßt. Tatsächlich sind spanische Grundkenntnisse hilfreich, denn Deutsch spricht in der Extremadura kaum jemand. und auch auf Englisch ist die Verständigung oft nicht leicht.

Preise

Dem geringen Einkommen entsprechend sind die Preise recht niedrig. Ein dreigängiges Mittagsmenü mit Getränk bekommt man für 10 Euro oder weniger. Die Eintrittsgelder für Museen und Ausstellungen sind grundsätzlich gering. Manchmal wird nur ein Euro oder eine freiwillige Spende verlangt. An bestimmten Wochentagen oder zu manchen Uhrzeiten ist der Eintritt – selbst in renommierten Einrichtungen – sogar gratis.

Campingplätze in der Extremadura

1. Camping Complejo Mérida

Ca. 2 km nordöstlich von Mérida an der N-V bei km 338, liegt etwas abseits der Straße in ländlicher Umgebung und ist ganzjährig geöffnet. Die rund 160 Plätze befinden sich unter Eukalyptusbäumen. Restaurant und Bar sind vorhanden, Brot ist erhältlich. Es gibt auch ein öffentliches Freibad. Der Campingplatz ist ein guter Ausgangspunkt für Besichtigungen der römischen Stätten. Kein öffentlicher Nahverkehr.

2. Camping Ciudad de Cáceres

Ist ganzjährig geöffnet und liegt am Rande eines Gewerbegebiets etwa 2 km nördlich von Cáceres an der N-630 bei km 549,5. Es gibt 122 Plätze auf ansteigendem Gelände mit Baumbestand. Jede Parzelle hat ihre eigene Sanitäreinheit mit Toilette, Waschbecken, Dusche und Spülbecken. Restaurant und Laden sind am Platz, außerdem ein öffentliches Freibad. Günstig gelegen für Besuche der historischen Altstadt von Cáceres. Busverbindung stündlich, 1 Euro, Fahrtzeit 20 Minuten. Wandermöglichkeiten direkt vom Platz aus.

www.campingcaceres.com

3. Reisemobilstellplatz Trujillo - Ronda de le Plaza de Toros

Großer Parkplatz direkt vor der Stierkampfarena am südöstlichen Rande der Stadt, 1 km von der Plaza Major. Entsorgungsstation, sonst keinerlei Service. Nutzung kostenlos. Die  Entsorgungsstation wird auch von Bussen und Pkw sowie Gespannen genutzt.

4. Camping Las Grullas nördlich Montánchez

Ist von Anfang April bis Mitte Oktober geöffnet. Familiärer, absolut ruhiger FKK-Campingplatz auf dem Gelände einer Finca nördlich von Montánchez inmitten der parkartigen Weidelandschaft. Mindestalter: 16 Jahre. Holländische Führung, man spricht deutsch. 29 sehr große Parzellen teilweise unter Steineichen. Nur ein Sanitärraum für beide Geschlechter. Der Pool war als einziger bereits im April zu nutzen. Kein Verkauf von Lebensmitteln! Nächster Laden 2 km. Schöne Wandermöglichkeiten. Gute Ausgangsbasis für Ausflüge: Montánchez 15 km, Caceres: 37 km, Trujillo 37 km, Mérida 56 km.

Camino Valdefuentes 4
Benquerencia

www.campinglasgrullas.es

5. Camping EL 301 5 an der Autobahn

Bei Miajadas nördlich von Mérida ist ganzjährig geöffnet. Er gehört zu einer Raststätte an der Ausfahrt 301. Die Lärmbelastung durch den Verkehr ist erheblich. Es gibt etwa 50 Stellplätze im Schatten von Bäumen. Restaurant, Freibad und Spielplatz sind vorhanden.

6. Camping Villuercas Guadalupe

Liegt rund 2 km südöstlich von Guadalupe an der CC 171 und ist ganzjährig geöffnet. Der einfache Platz mit etwa 60 Stellflächen im Schatten von Laubbäumen befindet sich im Bergland (640 m) unterhalb von Guadalupe. Kein öffentlicher Nahverkehr zur Stadt. Fußläufig bietet sich der Pilgerweg zum Kloster an. Restaurant und öffentliches Freibad sind vor Ort.

7. Camping Parque Natural de Monfragüe

An der Ex 208 ist ganzjährig geöffnet. Der Platz 14 km nördlich des Nationalparkzentrums ist der einzige in der Nähe des Parks. Er besitzt ca. 120 zumeist sehr große Parzellen auf leicht ansteigendem Wiesengelände mit alten, hohen Steineichen und jüngeren Bäumen inmitten der Parklandschaft. Teilweise bieten Mattendächer zusätzlichen Schatten. Restaurant, öffentliches Freibad, Tennisplatz und ein kleiner Laden sind vorhanden. Geführte Vogelbeobachtungsausflüge sind vor Ort zu buchen.

www.campingmonfrague.es

8. Camping Jaranda, Val de la Vera

An der Ex 203 (km 47) bei Jarandilla de la Vera ist ganzjährig geöffnet. Der große Platz ist einer von vier Campingplätzen in La Vera. Er liegt vor dem südwestlichen Ortseingang von Jarandilla auf 500 Metern Höhe und zieht sich am Ufer eines Gebirgsbachs entlang. Die 150 Parzellen sind von Bäumen gut beschattet, deshalb aber auch teilweise sehr eng. Zahlreiche Dauercamper. Badestellen am Bach, Swimmingpool, Brotverkauf, Bar, Restaurant.

www.campingjaranda.es

Buchtipp

Jürgen Strohmaier: „Extremadura“ 2. Auflage 2015

Dumont Reisetaschenbuch, 17,99 Euro

Hobby De Luxe 495 WFB – für lange Touren wie geschaffen

Unser Hobby 495 WFB De Luxe hat sich auf dieser Spanienreise als idealer Begleiter für Entdeckungstouren in unbekanntem Terrain erwiesen. Mit einer Aufbaulänge von 594 Zentimetern und einer Breite von 230 Zentimetern ist er noch kompakt genug, um auch schmale und kurvige Straßen problemlos zu bewältigen und ihn auf beengten Campingparzellen abzustellen. Gleichzeitig ist er enorm geräumig und komfortabel. Wir waren zu zweit unterwegs und hatten in den Schränken noch viel Platz frei. Und das, obwohl wir für die vierwöchige Tour von der dicken Fleecejacke für kühle Abende bis zum Sommerkleid für heiße Tage und vom Wanderstiefel für Bergtouren bis zu Riemchensandalen für

Stadtbummel wirklich alles eingepackt hatten. Faszinierend ist das große Badezimmer im Heck. Die geräumige Dusche hat uns während der langen An- und Abreise, auf der wir keine Campingplätze ansteuerten, gute Dienste geleistet. Die aufstellbaren Fenster und die Dachluke sorgten auch in praller Sonne für gute Durchlüftung. Als besonders wertvoll erwies sich der hohe Super-Slim-Tower- Kühlschrank mit 150 Liter Fassungsvermögen inklusive geräumigem Gefrierfach: Er erlaubte es uns, Großeinkäufe in den wenigen Supermärkten der Region zu machen und uns so längere Zeit mit frischen Nahrungsmitteln einzudecken. Die Leselampen in der Sitzecke und über dem bequemen Doppelbett sorgen für helles, aber gleichwohl gemütliches Licht.

Indirekte Schummerbeleuchtung verbreitet eine Lichtleiste am praktischen Regal am Kopfende des Bettes. Sicher und griffbereit lagern dort Buch, Brille, Uhr und Handy. Unsere sperrige Kaffeemaschine findet im Rollschränkchen über dem Herd Platz. Die Schubladen unter dem Küchenblock nehmen Besteck, Vorräte, Töpfe und Pfannen auf und zeigen sich der Gewichtsbelastung auch angesichts holpriger Strecken problemlos gewachsen. Es gibt genügend Steckdosen für elektrische Geräte und Auflade-Kabel.

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