Kopenhagen

Märchenhaft und modern

Denmark

Die dänische Hauptstadt Kopenhagen gehört zu den schönsten Großstädten Europas. Sie besticht durch eine pulsierende Altstadt, märchenhafte Schlösser, wunderschöne Parkanlagen, exklusive Flaniermeilen und kultige Szeneviertel.

Impressionen

Kopenhagen liegt im Osten der Insel Seeland. In der Stadt leben rund 1,25 Millionen Menschen, im Großraum Kopenhagen sind es rund 1,9 Millionen. Durch die Lage am boomenden Øresund zieht es immer mehr Menschen nach Kopenhagen, die hier Wurzeln schlagen. Die Eröffnung der Øresund-Brücke im Jahr 2000 und die damit verbundene Anbindung an Schweden bescherte Kopenhagen einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung. Dieser dürfte sich durch den geplanten Bau der Fehmarn-Belt-Brücke noch verstärken. 

Der dänische Begriff „København“ lässt sich mit „Hafen der Kaufleute“ übersetzen, denn seit Jahrhunderten betreibt die Stadt regen Handel mit aller Welt und entwickelte sich daher zu einer wichtigen Industrie- und Handelsmetropole. 

Die wechselhafte Stadtgeschichte lässt sich bis in das Jahr 1043 zurückverfolgen. In jenem Jahr wurde „Havn“ erstmals erwähnt. Offiziell gründete Bischof Absalon die Stadt anno 1167 und ließ die Festung Slotsholmen errichten. Im Jahre 1397 wurde Kopenhagen durch den Zusammenschluss der Königreiche Dänemark, Schweden und Norwegen (Kalmarer Union bis 1523) die Hauptstadt eines großen Königreiches. Unter der Regentschaft von König Christian IV. wurde die Stadt im 17. Jahrhundert umfangreich ausgebaut. Stattliche Bauwerke entstanden. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Stadt aber auch durch verheerende Brände (1728 und 1795) und durch Angriffe der Briten (1807) teilweise zerstört. Deutsche Truppen belagerten Kopenhagen 1940. 

Seit Ende der 1950er Jahre verzeichnet die Stadt einen stetigen Aufschwung, es wurden imposante Bauprojekte realisiert. Dazu gehört auch die Einrichtung des Strøget, einer der ersten Fußgängerzonen in Europa. Mit dem Slogan „Wonderful Copenhagen“ wirbt die Metropole heute und zieht als weltoffene Stadt zahlreiche Besucher an. Nicht nur Kreuzfahrtschiffe machen hier fest, sondern auch viele Individualurlauber strömen nach Kopenhagen. Auch Campingtouristen sind in der dänischen Hauptstadt bestens aufgehoben, denn rund um die Metropole stehen Campingplätze zur Verfügung und im Stadtgebiet befindet sich ein Stellplatz für Reisemobile. 

Auf keinen Fall vergessen sollte man seine Fahrräder, denn eine Stadterkundung per Bike macht im zweiradfreundlichen Kopenhagen besonders viel Spaß. Über perfekte Radwege geht es von einer Attraktion zu nächsten. Etwa zum berühmten Vergnügungspark Tivoli, zum ultramodernen Opernhaus, zum malerischen Hafen Nyhavn oder zur Kleinen Meerjungfrau. Neben diesen bekannten Sehenswürdigkeiten gilt es natürlich viele weitere Highlights zu entdecken.

Relaxen in Christianshavn

Audienz bei der Kleinen Meerjungfrau

Große Architektur, lebhafte Einkaufsmeilen, Straßencafés, Restaurants und spannende Museen, dem Flair der dänischen Hauptstadt kann sich keiner entziehen. Und dem Zauber der Kleinen Meerjungfrau schon gar nicht.

Direkt im Stadtzentrum  befindet sich der Rathausplatz mit dem imposanten Rathaus. Es wurde 1905 fertig gestellt und lässt Stilelemente italienischer Renaissance und mittelalterlicher dänischer Architektur erkennen. Direkt nebenan liegen das Wachsmuseum von Louis Tussaud und der bereits 1843 eröffnete Vergnügungspark Tivoli. Er bietet Theater, unterschiedliche Vorstellungen, Freilichtbühnen und unzählige Restaurants, Kneipen, Cafés, Fahrgeschäfte wie Achterbahnen und Karussells sowie Grusel- oder Spiegelkabinett. Am Abend ist der Tivoli stimmungsvoll beleuchtet und an drei Abenden wird sogar ein Feuerwerk veranstaltet.

Der Rathausplatz ist ein guter Ausgangspunkt, um durch die lebhafte Fußgängerzone „Strøget“ zu schlendern. Sie wurde 1962 eröffnet und besticht durch interessanten Geschäfte, vielseitige Gastronomie und so manche familienfreundliche Attraktion wie das Guinness World of Records Museum, das über unfassbare Weltrekorde informiert. 

Am Strøget liegt auch der malerische Platz Amagertorv mit dem kunstvollen Storchenbrunnen und „Royal Copenhagen“, der Königlichen Porzellanmanufaktur. Ein weiteres Highlight in der City ist Nyhavn, ein alter Stichkanal, an dem sich einst die sündige Meile der Stadt befand. Heute reihen sich hier Kneipen und Restaurants aneinander und Traditionssegler machen am Kai fest. Gestärkt wird man gern seinen Rundgang in der City fortsetzen und passiert imposante Bauwerke wie das Nationalmuseum oder das Schloss Rosenborg. Letzteres liegt inmitten der herrlichen Parkanlage „Kongens Have“. König Christian IV. ließ es 1634 als Lustschloss errichten. Beeindruckend ist auch Schloss Amalienborg. Besonders sehenswert ist der dort stattfindende Wachwechsel. Er wird jedoch nur dann vollzogen, wenn Königin Margrethe im Schloss verweilt. Ein weiterer Prachtbau ist Schloss Christiansborg, das 1794 fertig gestellt wurde und heute Sitz des dänischen Parlaments (Folketing) ist. 

Nur wenige Gehminuten sind es von dort zum kultigen Stadtteil Christianshavn. Holländer legten diesen Stadtteil an. So ist es nicht verwunderlich, dass hier Grachten zu finden sind. Aushängeschilder sind jedoch die hypermoderne Oper und interessante Kirchen wie die Erlöserkirche mit ihrem Turm, der über eine außen angebrachte Schneckentreppe verfügt.

Eine Attraktion der besonderen Art ist der Freistaat Christiania („Fristaden Christiania“). Das bunte Viertel liegt auf einem alten Militärgelände und wird seit den 1970er Jahren von Aussteigern bewohnt. Inmitten bemalter Häuser und mit Graffiti dekorierter Mauern und Wände ist eine umweltfreundliche Gemeinde herangewachsen, die sich durch Gastronomie und den Verkauf von Kunst finanziert. Neben vielen Schmiede- und Holzarbeiten wird dort auch das robuste Lastenfahrrad „Christiania Bike“ hergestellt. Allerdings gerät Christiania durch Drogenkonsum und das Dealen mit Rauschgift immer wieder in negative Schlagzeilen. 

Südlich schließt sich an Christianshavn der Stadtteil „Islands Brygge“ , mit modernen Wohnbauten, einladenden Lokalen und Gallerien an. Westlich erstreckt sich der Stadtteil Vesterbro , mit einigen ultramodernen Bauten am Kanal. Hier befindet sich auch das große Einkaufszentrum „Fisketorvet“ mit dem benachbarten Freibad „Copencabana“.

Frederiksberg , der westliche Stadtteil, ist wegen seines riesigen Parks „Frederiksberg Have“ bei den Kopenhagenern sehr beliebt. Hier lockt auch der Zoo, der bereits 1859 eingerichtet wurde. Vom Aussichtsturm bietet sich ein herrlicher Blick über Zoo und Park.

In Nørrebro  haben sich viele Kulturen niedergelassen und so stößt man auf eine Vielzahl von exotischen Restaurants. Darüber hinaus verteilen sich hier Antiquitätengeschäfte und ausgefallene Läden.

In dem nördlichen Stadtteil Østerbro präsentieren sich einige hochrangige Attraktionen. In den großen Hafenanlagen machen Frachtschiffe, Fähren und Kreuzfahrtschiffe fest. Die Passagiere werden bei ihrem Landgang erst einmal zur Kleinen Meerjungfrau gebracht. Sie ist tatsächlich nur eine kleine Meerjungfrau, die als Statue auf einem Stein sitzt und oft einem Blitzlichtgewitter ausgesetzt ist, denn seit 1913 erfreut die zierliche Nixe Besucher aus aller Welt. Ihr Schöpfer ist der berühmte dänische Dichter und Märchenerzähler Hans Christian Andersen (1805- 1875), der 1819 nach Kopenhagen kam und in Nyhavn wohnte. Eine Statue neben dem Rathaus erinnert an den großen Märchenerzähler.

Nur wenige Schritte sind es von der Meerjungfrau zur Festung „Kastellet“, die von einem mächtigen Wallgraben umgeben ist. Am Graben neben der St. Alban-Kirche steht der kolossale und fotogene Gefionbrunnen. Von hier aus kann man prima über die Promenade des Amalienhafens – vorbei an riesigen Luxusyachten und alten Traditionsseglern – schlendern und dabei hinüber zur Oper blicken.

Text: Dr. Thomas Kliem; Fotos: Kliem, Jotka, Hobby

Camping und Kultur in und um Kopenhagen

Rund um die dänische Hauptstadt stehen einige Campingplätze zur Verfügung und in der Stadt gibt es sogar einen Reisemobil-Stellplatz. Vor der Anreise sollte man sich aber auf jeden Fall über die Öffnungszeiten der einzelnen Plätze informieren. Nicht nur die Hauptstadt selbst, sondern auch ihr schönes Umland laden zu Entdeckungstouren und Ausflügen ein.

DCU-Camping Absalon

Der ganzjährig geöffnete Campingplatz liegt am nächsten zum Kopenhagener Zentrum. Er befindet sich rund 8 km westlich im Ort Rødovre. Mit der S-Bahn, dem Fahrrad oder vom Bahnhof Brøndbyøster erreicht man problemlos die City von Kopenhagen.

Korsdalsvej 132
2610 Rødovre

Tel. 36410600

www.camping-absalon.dk

Copenhagen Camping

Südöstlich des Stadtzentrums erstreckt sich der Campingplatz auf der Insel Amager. Er ist gut ausgestattet und bietet ebene Stellplätze:

Bachersmindevej 13
2791 Dragør

Tel. 32942007

www.copenhagencamping.dk

Camping Charlottenlund Fort

Nördlich von Kopenhagen, rund 8 Kilometer von der City entfernt, befindet sich dieser besondere Campingplatz. Er liegt in einem Fort, umgeben von einem breiten Wallgraben:

Strandvejen 144B
2920 Charlottenlund

Tel. 39623688

www.campingcopenhagen.dk

Hundige Strand Familiecamping

Südlich von Kopenhagen, im Ort Greve, befindet sich der gemütliche Campingplatz. Er wurde bereits 1926 eingerichtet und ist der älteste des Landes. Mit der S-Bahn erreicht man in 20 Minuten den Hauptbahnhof von Kopenhagen.

Hundige Strandvej 72
2670 Greve

Tel. 0039 - 43903185

www.hsfc.dk

Stellplatz City Camp

Südlich vom Stadtzentrum, in Vesterbro, in der Nähe des Kraftwerkes befindet sich der ebene Wohnmobilstellplatz „City Camp“. Vor der Anreise sollte man sich über die Öffnungszeiten informieren.

Elværksvej 7-9
2450 Copenhagen

Tel. 0039 - 21425384

www.citycamp.dk

Information

Wonderful Copenhagen
Vesterbrogade 4
DK-1620 København V

Tel. 0045-70222442

Unter www.visitcopenhagen.com gibt es auch detaillierte Informationen zu Campingplätzen der Stadt. 

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